Abschluss des Quartiersprojekts in Wäschenbeuren
Mit Stolz auf das Geschaffene zurückblicken
Angesichts der Tatsache, dass das Förderprogramm „Quartierimpulse“ für Wäschenbeuren nach nunmehr zwei Jahren Laufzeit am 16. April 2025 endet, versprach der Titel „Die Quartiersarbeit geht weiter“ immerhin ein wenig Hoffnung auf eine Weiterführung des Projekts unter der Leitung der Quartiersmanagerin Helena Schniepp. Das Förderprogramm der Allianz für Beteiligung und des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Integration ist Teil der Landesstrategie „Quartier 2030 – Gemeinsam. Gestalten.“ Es wird aus Landesmitteln, die der Landtag von Baden-Württemberg beschlossen hat, finanziert.
Bürgermeister Steven Hagenlocher eröffnete die Veranstaltung und dankte allen Beteiligten und meinte: „Wir können mit Stolz auf das Geschaffene in den letzten zwei Jahren zurückblicken.“ Professor Dr. Wolfgang Wasel von der Stiftung Haus Lindenhof, als Unterstützerin des
Projekts, betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der Quartiersarbeit: „Sie ist vielleicht die einzige Zukunftsperspektive für eine alternde Gesellschaft.“ Er plädierte für eine dauerhafte Unterstützung der Quartiersarbeit, wofür man allerdings Kooperationspartner bräuchte. Ich würde mich sehr freuen, wenn sie in Wäschenbeuren weitergehen würde“, wünscht sich Wasel für die Zukunft.
Die Projektleiterin für das Förderprogramm „Quartierimpulse“ Annabel Stoffel von der Allianz für Beteiligung verwies auf das örtliche Motto „Miteinander, Füreinander Wäschenbeuren“ und ermunterte die ehrenamtlichen Helfer, sich weiterhin für die Gestaltung der Zukunft im Ort einzusetzen. Die Quartiersmanagerin Helena Schniepp nahm das Publikum mit einer anschaulichen Präsentation auf einen Rückblick auf die vergangenen zwei Jahre nach dem offiziellen Start am 16. Oktober 2022. Ausgangspunkt war der „Runde Tisch Zukunft im Alter Wäschenbeuren“ mit Maria Hieber, Simone Jäger, Marita Langer, Claudia Merkt-Heer und Sabine Mannsperger. Die Quartiersmanagerin überreichte allen ehrenamtlichen Mitwirkenden eine Rose als Anerkennung und berichtete mit einem gewissen Stolz über die vielen Projekte, von ihren Anfängen und deren stetigen Entwicklung. Begonnen hat alles am 1. April 2023 mit der „Bürgersprechstunde“ und dem „Frühstücks-Treff für Jung und Alt“. Dann wurde ein „Schwarzes Brett“ im Beuremer Treff installiert und ein „Digital-Café“, sowie das „Café Kunterbunt“ eingerichtet. Viele Veranstaltungen fanden in der Zwischenzeit zu verschiedenen Themen im Beuremer Treff statt. Etabliert hat sich der „Beurener Mittagstisch“ mit Unterstützung durch zehn Ehrenamtliche. Erstaunlich ist die Entwicklung der Teilnehmerzahlen am Mittagstisch vom Beginn im März 2024 mit 28 bis zum März 2025 mit 68 Teilnehmern, ein schöner Beweis, dass hierfür in der Gemeinde ein großer Bedarf bestand. Eine ältere Bürgerin zeigte sich von dem vielfältigen Angebot begeistert und meinte: „Gerade in der heutigen Zeit sind mir Begegnungen mit anderen Menschen unheimlich wichtig und ich wünsche mir, dass diese ganzen Angebote auch weiter geführt werden.“
Der externe Berater für das Quartiersprojekt Dieter Lehmann befasste sich in seinem Vortrag mit dem Thema „Einsamkeit“ das eine unerkannte Volkskrankheit ist und jeden, ob jung oder alt, treffen kann. Simone Jäger befragte das Publikum zu diesem Thema, ob es für die Bürger in Wäschenbeuren eine Bedeutung hat und welche Themen in einem möglichen neuen Projekt dazu aufgenommen werden sollten. Das Programm wurde mit Musikstücken des Musikvereins Wäschenbeuren aufgelockert.
Quelle: NWZ