Die Stiftung Haus Lindenhof

selbst. bestimmt. leben.

Die Stiftung Haus Lindenhof unterstützt alte Menschen und Menschen mit Behinderung dabei, mit einem Maximum an Selbstbestimmung würdevoll zu leben. Als kirchliches Sozialunternehmen setzen wir uns dafür ein, dass Menschen ihr Leben nach ihren individuellen Bedürfnissen, Möglichkeiten und Vorstellungen gestalten können. Wohnen, Pflege, Bildung und Arbeit sind Schwerpunkte unseres vielseitigen Engagements.

Seit 45 Jahren

Die Stiftung Haus Lindenhof wurde von der Diözese Rottenburg-Stuttgart und dem Caritasverband der Diözese 1971 als gemeinnützige GmbH gegründet und 1986 in eine kirchliche Stiftung umgewandelt. Heute gehören in der Region Ostwürttemberg und im Kreis Göppingen 108 Angebote an 65 Standorten zur Stiftung Haus Lindenhof. 1800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleiten, fördern, betreuen und pflegen derzeit rund 2200 alte und pflegebedürftige Menschen und Menschen mit Behinderung. 

Zur Stiftung Haus Lindenhof gehören die Bereiche:

(mit den Bereichen Verwaltung, Bau und Technik, Zentralküche, Kommunikation und Marketing)

6. Symposium der Stiftung Haus Lindenhof

„Hybride Sozial-Unternehmen – agil und digital“ – so lautete der Titel, zu dem die Stiftung Haus Lindenhof sowohl interne Führungskräfte als auch Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft eingeladen hatte. Drei Fachvorträge verdeutlichten, wie Organisationen funktionieren, wie diese gestaltet und geführt werden und welche Chancen und Risiken sich darin bergen. Der Fokus lag darauf, die gesellschaftliche Situation und einige grundlegende Probleme in den Blick zu nehmen, ebenso wie deren Rahmenbedingungen und organisatorischen Herausforderungen.

Gelegenheit zur Reflexion von unterschiedlichen Konzepten und Ansätzen boten die drei Referenten Prof. Dr. Wolfgang Wasel, Prof. Dr. Bernd Halfar und Marc Jungtäubl.
Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorstand der Stiftung Haus Lindenhof, Direktor Jürgen Kunze, referierte Prof. Dr. Wolfgang Wasel über ein Pflegemodell aus den Niederlanden: „buurtzorg“. Der ambulante Krankenpflegedienst mit dem Motto „Menschlichkeit vor Bürokratie“ wird als besonders agiles Unternehmen verstanden. Dass diese Pflegeorganisation nicht nur von Wachstum, sondern auch von teilautonomen Strukturen geprägt ist, machte der Dekan der Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege der Hochschule Ravensburg-Weingarten deutlich und ging dabei ebenso auf veränderte Governancestrukturen und deren organisationalen Anforderungen ein. Schließlich kam Wasel zum Ergebnis, dass agile Unternehmen kritische Würdigung bräuchten, aber auch versucht werden solle, agile Führung zu würdigen.


Im Anschluss daran führte Dr. Bernd Halfar, Professor an der Katholischen Universität Eichstätt und Gesellschafter der xit GmbH, Ergebnisse zur Social Return on Investment (SROI) aus. Dies geschah auf Grundlage einer Studie, die 2017 von der Stiftung Haus Lindenhof in Auftrag gegeben wurde, um zu ermitteln, welche Wirkung soziale Projekte in Geldwert haben, um somit die Wertschöpfung sozialer Dienstleistungen zu messen. Halfar erläuterte: „Werden die direkten und induzierten Rückflüsse an die öffentliche Hand den öffentlichen Zuflüssen gegenübergestellt, kommt man zu einem Wert von 103 %“, was bedeute, dass die öffentliche Hand mehr als ihre Zuflüsse zurückbekomme, wenn induzierte fiskalische und parafiskalische Effekte berücksichtigt würden.


Auch Marc Jungtäubl, Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Augsburg, führte seine Forschungen zum Thema der Organisation von Arbeit und Dienstleistungen aus. „Arbeit in Dienstleistungen ist fast immer Arbeit an und mit Menschen. Der Arbeitsgegenstand ist also der Mensch, gerade in Pflegeberufen“, so der Wissenschaftler. Darüber hinaus erörterte Jungtäubl wie agile Unternehmen geführt werden können, etwa am Beispiel von Scrum. Auch den Wandel von Arbeit hin zur mehr Selbstbestimmung und indirekter Steuerung, führte Jungtäubl aus, ebenso die damit verbundenen Herausforderungen und möglichen Spannungsfelder.
Die drei Referenten stellten sich abschließend den Fragen des Publikums in einer Podiumsdiskussion. Insbesondere praktische Anwendungen und institutionelle Sichtweisen auf die erläuterten Themen, prägten die Ausführungen der Teilnehmenden.

Say yes! Zu einer Berufsperspektive die sich lohnt.
Caritas-Logo


Die Stiftung Haus Lindenhof ist
Mitglied im Caritasverband
der Diözese Rottenburg-Stuttgart

 
 
 
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