Bierdeckelaktion für ein besseres Miteinander

Vielfalt führt manchmal zu Interessenskonflikten
Wie kein anderer Stadtteil steht die Altstadt Schwäbisch Gmünds im Fokus vieler. Handel, Dienstleistungen, Gastronomie, Tourismus aber auch viele Veranstaltungen prägen das Leben der dort wohnenden Menschen. Das macht einerseits eine Innenstadt so vielfältig und lebendig, aber es führt auch zu Interessenskonflikten, die manchmal schwer zu lösen sind. Das ist auch der Hintergrund der „Bierdeckelaktion“, die die Stiftung Haus Lindenhof im Rahmen des Quartiersprojektes "Gut leben in der Altstadt" in Kooperation mit der Stadt und dem Fremdenverkehrsverein ProGmünd e.V. ins Leben gerufen hat.

Quartiersprojektes "Gut leben in der Altstadt"
Zum Hintergrund: In Kooperation mit der Stiftung will die Stadt Schwäbisch Gmünd nun im Rahmen des Quartiersprojektes "Gut leben in der Altstadt" die Lebensqualität der Menschen auch in der Altstadt verbessern. Um herauszufinden, wie leben die Menschen in der Altstadt und was wünschen sie sich, wurden 2016 eine Bürgerbefragung und eine Bürgerversammlung durchgeführt. Bei beiden Veranstaltungen war für die Innenstadtbewohner u.a. das Thema Lärmbelästigung durch die Gastronomie ein besonderes Ärgernis. Das wurde dann Anfang 2017 bei einer Infoveranstaltung mit Ordnungsamtschef Gerd Hägele auch nochmal sehr deutlich. Die Bürger waren ziemlich unzufrieden, weil er ihnen mitteilen musste, dass die rechtlichen Möglichkeiten der Stadt bei diesem Thema sehr begrenzt sind.

Freundlicher Appell
Da der Öffentlichkeitsreferent der Stiftung, Clemens Beil, der Meinung war, dass das die Bürger frustriert, hat er sich überlegt, mit welcher Aktion man den Bürgern zeigen kann, „Wir tun was!“. So kam er auf die Idee, gemeinsam mit der Stadt und den Gastronomen Bierdeckel anzubieten, die die Gäste darauf freundlich darauf hinweisen, Rücksicht auf die Anwohner und Nachbarn zu nehmen.

Auch die Gastronomen in der Pflicht
Diese Idee fiel sowohl bei der Stadt als auch beim Fremdenverkehrsverein auf sehr fruchtbaren Boden, sodass sie nun im Rahmen des Quartiersprojektes „Gut Leben in der Altstadt“ gemeinsam mit der Stadt und dem Fremdenverkehrsverein in diesem Frühjahr/Sommer umgesetzt werden soll. Thomas Steeb, Vorstand des Fremdenverkehrsverein gegrüßte die Idee, denn auch die Gastronomen seien in der Pflicht, etwas zum guten Miteinander in der Innenstadt beizutragen.
Der Charme der Bierdeckelaktion sei es, ohne den ‚erhobenen Zeigefinger‘ auf pfiffige Weise an die Rücksicht der Gäste zu appellieren, lobte der städtische Pressesprecher Markus Herrmann.

Text auf den Bierdeckeln:
Vorderseite:
„PSSST…
Lieber Gast,
bitte nimm Rücksicht
auf die Anwohner
beim nach Hause gehen
Rückseite:
Danke!
Für ein gutes Miteinander
in unserer Altstadt:
für Bewohner, Geschäfte
und Gastronomie.

Quartiersmanagerin Caroline Stahl präsentiert den Bierdeckel

 
 
 
 
 
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