Projekt „Vertraut und Geborgen“

erfasst/geändert am 10.07.2017
„Vertraut und Geborgen“ soll Hilfe beim Umgang mit Sterben, Tod und Trauer geben...
Projekt „Vertraut und Geborgen“

Projekt „Vertraut und Geborgen“

Die Zahl der alten Menschen steigt
Menschen mit Behinderung im Sterben zu begleiten, ist für die Betreuenden oft eine besonders sensible und schwierige Aufgabe, vor allem dann, wenn die Kommunikation aufgrund schwerer körperlicher und/oder geistiger Einschränkungen stark beeinträchtigt ist. Im Verbund Wohnen für Menschen mit Behinderung der Stiftung nimmt die Bedeutung der Themen Alter, Sterben und Tod deutlich zu, denn die Zahl der über 60-jährigen steigt. Von den 473 Menschen, die in den Einrichtungen des Verbundes Wohnen leben, sind mittlerweile 64 über 60 Jahre alt, so Wohnverbundsleiter Johannes Blaurock. Damit steigt auch die Erfordernis, mit Sterben, Tod und Trauer umzugehen. Deshalb wurde 2014 das Projekt “Vertraut und Geborgen“ ins Leben gerufen. Das auf drei Jahre angelegte Projekt will den Mitarbeitenden und allen Zugehörigen in dieser Lebensphase Orientierung und Hilfe geben und Palliative Care im Wohnverbund der Stiftung implementieren.

Implementierung von Palliative Care
Zur Implementierung von Palliative Care wurden Inhouse-Schulungen für 30 Fachkräfte in der Assistenz für Menschen mit einer intellektuellen und/oder psychischen Beeinträchtigung durchgeführt. Um Menschen am Ende des Lebens zu verstehen und zu begleiten ist es hilfreich, ihre Lebensgeschichte zu kennen, weiß Sigrid Bretzler-Nagel. Aber das ist bei nichtsprechenden Personen eine schwierige Aufgabe. Auch sich vernetzen hilft, weiß die Projektleiterin. So sind gute Kontakte zur Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) in der Stauferklinik in Mutlangen geknüpft worden, ebenso zu regionalen Hospizangeboten und zur Palliativstation.

Möglichst hohe Lebensqualität
Das wichtigste ist, so Bretzler-Nagel, eine möglichst hohe Lebensqualität bis zum Schluss zu gewährleisten, dabei sind Schmerzfreiheit und die Vermeidung von Atemnot wichtige Faktoren. Ebenso wichtig sei es, auch Angehörige, Mitbewohner und Mitarbeitende zu begleiten. Nach Möglichkeit werde versucht, Schwerstkranke und Sterbende in ihrer gewohnten und vertrauten Umgebung zu lassen.

Fachtag am 23. Mai
Das Projekt ging im Sommer 2017 zu Ende, deshalb lud das Projektteam am 23. Mai Fachkräfte der Eingliederungshilfe und des Gesundheitswesens zu einem Fachtag „Palliative Care in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung“ in das Gemeindezentrum Franziskaner ein.

Mit Unterstützung der Veronika-Stiftung
Das Projekt wurde je zur Hälfte von der Stiftung Haus Lindenhof und der Veronika-Stiftung finanziert, die sich in der Diözese Rottenburg-Stuttgart für Würde und Lebensqualität für schwerkranke Menschen engagiert.





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