Ein inklusives Miteinander

erfasst/geändert am 11.02.2020
Gelebte Inklusion erfuhren die Besucher beim Fasching für Menschen mit und ohne Behinderung
Ein inklusives Miteinander

Ein inklusives Miteinander

Ein inklusives Miteinander

Menschen mit Behinderung waren nicht nur Gäste am 2. Februar 2020, sondern in verschiedenen Formationen Akteure beim Fasching für Menschen mit und ohne Behinderung in der Waldstetter Stuifenhalle.

„Meine Rechnung, alle zusammenzubringen, ist aufgegangen. Die Stimmung war bombastisch“, freute sich Petra Pachner, die Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderung im Landratsamt. „Hier wird Inklusion nicht nur benannt, sondern intensiv gelebt.“ Dies zeigte sich neben den zahlreichen Programmpunkten auch an der vollbesetzten Halle. Und der Spaß zeichnete sich an den Gesichtern der Besucher ab. Es gab während der über dreistündigen Veranstaltung kaum eine Minute, in der die Fläche vor der Bühne nicht von fröhlichen und tanzenden Menschen eingenommen war. Den traditionellen Auftakt bildete der Einmarsch aller Aktiven des Nachmittags.

„Rund 150 Personen aller Altersklassen zählen die Waldstetter Wäschgölten derzeit“, freute sich Helmut Herkle bei der Begrüßung: „Die Saat geht auf.“ Zahlreiche Ehrengäste waren erneut der Einladung nach Waldstetten gefolgt. Herkle sprach insbesondere den Vertretern der hiesigen Kreissparkasse und VR-Bank seinen Dank für deren Spendenbereitschaft zugunsten der inklusiven Veranstaltungen der Wäschgölten aus.

Ein Schnapszahl-Datum titulierte Schirmherr Landrat Klaus Pavel seinen wohl letztmaligen Besuch als Amtsinhaber. Seine Büttenrede nutzte er, um Helmut Herkle und den Wäschgölten für ihr Engagement zu danken und die Fasnetshochburg Waldstetten zu würdigen. Dass er als Privatmann zukünftig herzlich willkommen sei, war Herkle ein Anliegen. Auch der Waldstetter Schultes hob in seiner Begrüßungsbütt die Tatsache hervor, dass „dui Saalfasnacht am heutigen Tage, isch sei Baby, ganz ohne Frage.“ Weshalb er Pavel zum „Ehrenfasnachter der Waldstetter Gmoi“ ernannte.

Im weiteren betonte Rembold das soziale Miteinander innerhalb der Gemeinde: „Sie sind für uns echte Vorbilder an Engagement, Hilfsbereitschaft und Fleiß“ und hob die Kraft der Gemeinschaft hervor. Nach dem Ausmarsch zeigten die jüngsten Wäschgölten ihr Können. Zu Beginn ihrer Moderation, die sie im Laufe des Nachmittags an die beiden Oberwäschweiber Claudia Schlosser und Elke Kamitz weitergabe, freute sich Petra Pachner, fünf tolle Jungs ankündigen zu dürfen: „In Waldstetten können auch die Jungs tanzen“, was die Büttelgarde beeindruckend bestätigte. Im Folgenden demonstrierten Garden verschiedener Altersklassen aus Mögglingen und Waldstetten, dass die trainingsintensiven Monate von Erfolg gekrönt sind.

Neu im Programm waren die Mixed People – eine Rollstuhltanzgruppe von der Stiftung Haus Lindenhof, die Unique Styles von der HipHop-Tanzschule Kulturwerk und die Jazztanzgruppe der Lebenshilfe. Sowohl die Mixed People als auch die Jazztanzgruppe hatten die Wäschgölten im Rahmen ihres inklusiven Engagements subventioniert.

„Wir können gegenseitig viel voneinander lernen. In Zukunft werden wir das inklusive Konzept weiterverfolgen, umsetzen und leben“, fühlt sich Petra Pachner nach diesem tollen Nachmittag in ihrem Weg bestätigt.

 

Text und Bilder: Ira Herkommer, Gemeinde Waldstetten



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